01.01.2013

Panther überwintern auf dem 4.Platz

Der vierte Spieltag am 16.12. in Rohrdorf bot für die Floorballer der Post/Süd eine Achterbahnfahrt der Gefühle. So holten sie sich zunächst eine Abfuhr gegen München, ehe sie am Ende Dank eines hart erkämpften Sieges gegen die Hausherren auf den 4. Tabellenplatz klettern konnten.


 Im ausstehenden letzten Spiel der Hinrunde gegen die Wikinger aus München mussten die Panther auf die Dienste dreier Stammverteidiger, sowie des Einsergoalies Franz Schrettenbrunner verzichten. Dafür rückten die Center Arian Härtl und Andi Kick nach hinten und bildeten neben den gewohnt solide agierenden Christian Ritter und Karol Drienovsky die zweite Verteidigerreihe. Der 17-jährige Julian Spitzer hütete das Regensburger Tor. 

Schon früh im Spiel merkte man, dass es eine besondere Herausforderung werden würde, gegen die kratzbürstigen Landeshauptstädter zu bestehen. Neben hartem und leider nicht immer fairem Körpereinsatz sollte den Regensburgern vor allem mangelnder sportlicher Respekt in Erinnerung bleiben. Dennoch hielten sich die ersatzgeschwächten Panther wacker, überstanden eine frühe Unterzahl und gingen mit einem 0:1-Rückstand in die Pause. Im Laufe des zweiten Drittels bröckelte die Regensburger Zuversicht, eine Überraschung gegen den Favoriten landen zu können. Der in der Tiefe geschwächte Angriff der Panther schaffte es kaum Torchancen zu erarbeiten, während Spitzer trotz ansprechender Leistung immer wieder hinter sich greifen musste.  So stand es vor dem dritten Spielabschnitt bereits 0:5 für die Wikinger. Das erste und einzige Tor der Panther zum 1:6 Endstand fiel schließlich im letzten Drittel im Powerplay, als Karol Drienovsky zwei Münchner Verteidiger hinter dem Tor auf sich zog und seinen Bruder Martin mustergültig vor dem Tor bediente. Außerdem blieb den Panthern ein eindeutiger Penalty verwehrt, als Christian Treutler im Alleingang von hinten umgestoßen wurde. 

Im zweiten Spiel warteten die Gastgeber Lumberjacks Rohrdorf auf die Oberpfälzer. Es versprach eine ausgeglichene Partie zu werden, zumal das erste Spiel der beiden Tabellennachbarn in dieser Saison 4:4 unentschieden endete und die Rohrdorfer ebenfalls auf einige Leistungsträger aufgrund von Verletzungen verzichten mussten. Wie schon so oft in dieser Saison zeigte sich, dass die Panther im zweiten Spiel des Tages kein hohes Tempo mehr vorgeben können. Außerdem waren die Bilder des vorangegangenen Skandalspiels zwischen München und Nürnberg noch omnipräsent, sodass beide Mannschaften Schwierigkeiten hatten, ihren Rhythmus zu finden. Nach dem 1:0 für Rohrdorf in der 9. Minute agierten die Regensburger wacher und konnten kurz darauf durch Karol Drienovsky den Ausgleich zum 1:1 erzielen. Im zweiten Drittel war es Andi Kick, der die Panther in 2:1 Führung brachte, jedoch bald darauf wegen eines Handspiels eine Zweiminutenstrafe antreten musste. Leider kassierten die Regensburger einen Treffer zum 2:2 in Unterzahl und Rohrdorf war am Drücker. Die Gastgeber erarbeiteten sich in dieser Phase ein Chancenplus, der nachgereiste Goalie Schrettenbrunner schaffte es dennoch alle Torschüsse zu entschärfen und die Panther im Spiel zu halten. Am Anfang des letzten Drittels waren es die Floorballer der Post/Süd Regensburg, die durch Christian Langs Schlenzer die neuerliche Führung zum 3:2 innehatten. Leider schafften sie es nicht, diesen Vorsprung über die volle Distanz zu halten und Rohrdorf gelang  in der 58. Minute der Ausgleich. 30 Sekunden vor Abpfiff , als alle dachten, das Spiel wäre gelaufen und die Mannschaften würden sich mit einem insgesamt gerechten 3:3 trennen, konnte Jonathan Wolf  den Torwart der Lumberjacks ein letztes Mal überwinden und den glücklichen 4:3 Sieg für die Regensburger sichern.  

Durch den Sieg gegen die Rohrdorfer und eine Überraschung im Parallelspiel Calw/Tübingen gegen Feuerbach  finden sich die Floorballer der Post/Süd mit 10 Punkten nun auf dem 4. Tabellenplatz wieder,  knapp gefolgt von Feurbach (9), Rohrdorf (8) und Calw/Tübingen (7).  Dennoch bleibt nach dem Spieltag ein eher mulmiges Gefühl und die Freude über die erfolgreiche Hinrunde will sich noch nicht so recht einstellen. Schließlich erlebte man auch die Schattenseiten des sportlichen Wettkampfs, als einige Münchner Spieler während, und nach dem bereits angesprochenen Spiel München-Nürnberg, mit den Entscheidungen des Regensburger Schirigespanns haderten und für reichlich unsportliche Szenen sorgten. Vor allem die Bereitschaft eines Münchners zum tätlichem Angriff auf die Unparteiischen gibt einem gehörig zu denken. Danke an dieser Stelle an einige besonnenen Münchner, die den Hitzkopf abhielten und Schlimmeres sowohl für die Schiris als auch für ihren eigenen Spieler verhinderten.