10.12.2019

Forderungen der Regensburger Sportvereine an die Kommunalpolitik

Konsequente Umsetzung des Sportentwicklungsplans 2019-2030


Diese Forderungen wurden vom Sportausschuss der Stadt Regensburg ausgearbeitet und vom Sportbeirat abgesegnet.

Zentrale Forderung: Die Sportvereine fordern die konsequente Umsetzung des
Sportentwicklungsplans 2019-2030 und die dafür notwendige Breitstellung ausreichender Mittel
und Personal.

Hierbei sehen die Sportvereine folgende Prioritäten bzw. Ergänzungen:

1. Keine Verschiebung der geplanten und beschlossenen Sanierungs- und
Investitionsmaßnahmen
. Immer wieder müssen die Vereine feststellen, dass längst
überfällige und für den Sportbetrieb dringend notwendige Baumaßnahmen nach hinten
verschoben werden und sich die Ausführung verzögert. 

2. Umsetzung eines digitalen Hallenbelegungssystems in Verbindung mit einem
chipgesteuerten Zugangssystems bis zur Hallensaison 2020/2021.
Hierdurch können die
Hallenbelegungszeiten kontrolliert und an die tatsächliche Nutzung angepasst, die
Hallennutzungszeiten auch an Wochenenden und in Ferien besser gesteuert und die
Belegungen transparent veröffentlicht werden. Damit können sieben hoch priorisierte
Handlungsempfehlungen des Sportentwicklungsplans erfüllt werden.

3. Beseitigung der bestehenden Ungleichbehandlung von Vereinen bei der Nutzung von
Sportanlagen durch die Überarbeitung der Sportförderrichtlinien bis 2021.
Aktuell besteht
ein erheblicher Unterschied bei der finanziellen Belastung der Vereine, die eigene
Sportanlagen unterhalten, im Vergleich zu den Vereinen, die städtische Sportanlagen nutzen.
Bei der Nennung von Wünschen im Rahmen der Vereinsbefragung entfallen 23 von
insgesamt 143 Nennungen auf den Bereich bessere Unterstützung bei der Unterhaltung und
dem Betrieb von Sportanlagen. Die Vereine benötigen hier eine bessere Unterstützung, um
sich auf die Ausübung des Sports konzentrieren zu können.

4. Erarbeitung eines Gesamtkonzepts Öffentlichkeitsarbeit bis Ende 2020 und Umsetzung bis
Ende 2021.
Die Sportangebote der Vereine und die Veranstaltungen müssen einer breiteren
Öffentlichkeit zugänglich sein, um die positiven gesellschaftlichen Auswirkungen des Sports
besser zu nutzen und die positive Außenwirkung für Regensburg zu verstärken. Die im
Sportentwicklungsplan genannten und mit hoher Priorität versehenen Maßnahmen, wie eine
modernere und nutzerfreundliche Homepage zum Sport- und Bewegungsangebot gehen den
Vereinen nicht weit genug.

5. Schaffung eines REWAG Sondertarifs für Sportvereine bis 2020. Die Sportvereine werden
durch Energiekosten ganz erheblich belastet. Eine einfache, unbürokratische und
bedarfsgerechte Förderung wäre die Reduzierung der Energiepreise. Bisherige Vorstöße des
Sportbeirats haben nur dazu geführt, dass den Vereinen marktübliche Gewerbetarife
angeboten wurde. Die Sportvereine fordern eine deutlich höhere Entlastung. Falls dies nicht
in Verantwortung der REWAG möglich ist, fordern die Sportvereine eine Förderung der
Energiekosten durch die Stadt.

6. Sofortiger Erlass der städtischen Gebühren für Sportvereine. Sämtliche Aktivitäten und
insbesondere die Veranstaltungen der Sportvereine erfolgen im Interesse der Stadt
Regensburg. Für die Sportvereine ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadt von den
Vereinen beispielsweise für die Bewerbung von Veranstaltungen, die Nutzung von
Parkplätzen und öffentlichen Flächen oder von Grünstreifen Gebühren erhebt.

7. Bekenntnis der Wirtschaft zur Unterstützung des Sports. Die Sportvereine wünschen sich
von der Stadtspitze bei jeder Gelegenheit dafür Sorge zu tragen, dass die Wirtschaft und
insbesondere der Mittelstand in der Stadt ein besseres Bewusstsein für die Notwendigkeit
der finanziellen Unterstützung des Sports hat.

 

Regensburg, den 23.10.2019